Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.
So viel Du brauchst…(1. Mose 2,15))

Fastenaktion 2020 - Klimaschutz geht alle an - Arm und Reich gemeinsam für die Umwelt

In der Diskussion um nachhaltiges Wirtschaften und Umweltschutz wird immer wieder darauf hingewiesen, dass manche umweltverträglichen Verhaltensweisen und / oder Anschaffungen für Menschen mit wenig Einkommen unerschwinglich sind (z. B. die Anschaffung eines Elektroautos).Dabei sind gerade viele Verhaltensweisen von reichen Menschen besonders umweltschädlich: Flugreisen, viele neue Kleider, … Konsumverzicht, egal ob selbstgewählt oder erzwungen, ist wirksamer Umweltschutz. Deshalb sollten hier die Reichen von den Armen lernen. Gleichzeitig sollen Wohlhabende auch angeregt werden, sich solidarisch gegenüber denen zu verhalten, die nicht so viel haben, und mit ihnen zu teilen.

Wir freuen uns, dass dieses Jahr die Fastenaktion der Evangelischen Landeskirche auch das Thema Umwelt- und Klimaschutz hat: www.klimafasten.de/wochenthemen

Weil Gott jeden Menschen liebt, wollen wir den „Mund für die Stummen“ auftun. (Sprüche 31,8) und zum Sozialrechts­dschungel informieren. Folgende Problemlagen prägen derzeit besonders die materielle Not vieler Familien im Hartz IV-Bezug und bei Altersarmut:Fehlender bezahlbarer Wohnraum:

Das Wohngeldgesetz hat zwar zum 01.01.2020 die Mietobergrenzen nach oben hin angepasst. Aber die Realität auf dem Wohnungsmarkt bleibt weiterhin für Wohnungssuchende bis aufs äußerste angespannt.Viele erwerbstätige Menschen verdienen so wenig Geld, dass sie aufstockend Hartz IV-Leistungen vom Jobcenter in Anspruch nehmen müssen.Der Hartz IV-Regelsatz beinhaltet viele Dinge des täglichen Lebens nicht, wie z. B.: Zimmerpflanzen, Gartenpflege, Weihnachtsbaum, Taschen, Regenschirme, Adventsschmuck, Speiseeis im Sommer, Nicht in der Krankenversicherung erstattungsfähige Gesundheitskosten, Malstifte für Kinder in der Freizeit, Kleidung für Familienfeste. (siehe www.diakonie-wuerttemberg.de/themen/armut/ )

Die Kosten der Unterkunft sind in der Grundsicherung gedeckelt. Dadurch müssen oftmals Teile der Miete und der Nebenkosten aus den Regelsätzen bestritten werden. Die daraus entstehenden Existenzängste rauben den Betroffenen viel Kraft, die zur Bewältigung der schwierigen Lebensbedingungen notwendig wären und verursachen teils Depressionen und Angsterkrankungen.

Fastenbriefe 2020

Fastenbrief I - Start der Aktion

An Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Eine Zeit, in der sich Christen darauf besinnen, was in ihrem Leben Halt gibt und Wert hat. Seit einigen Monaten gehen nicht nur Jugendliche weltweit auf die Straße, um für das Klima und die Umwelt einzustehen. In der Diskussion um nachhaltiges Wirtschaften und Umweltschutz wird immer wieder darauf hingewiesen, dass manche umweltverträglichen Verhaltensweisen und/oder Anschaffungen für Menschen mit wenig Einkommen unerschwinglich sind (z. B. die Anschaffung eines Elektroautos). Dabei sind gerade viele Verhaltensweisen von reichen Menschen besonders umweltschädlich: Flugreisen, viele neue Kleider, und anderes mehr.
Jedoch: Konsumverzicht, ist wirksamer Umweltschutz. Deshalb sollten hier die Reichen von den Armen lernen.

Gleichzeitig sollen Wohlhabende auch angeregt werden, sich solidarisch gegenüber denen zu verhalten, die nicht so viel haben und mit ihnen zu teilen.

Fastenbrief II - Secondhand-Ware spart Wasser und vermeidet Abfall

122 Liter Wasser verbraucht im Durchschnitt ein Einwohner Deutschlands am Tag – für Kochen, Waschen, Putzen sowie Körperhygiene (Duschen, Toilettenspülung) Dies ist jedoch nur der direkte Wasserverbrauch! Der gesamte Wasserverbrauch liegt jedoch rund 32 Mal höher! So wird z. B. für die Herstellung einer einzigen Jeans rund 8.000 Liter Wasser benötigt, für ein T-Shirt rund 3.000 Liter.

Folglich spart jeder, der ein Kleidungsstück secondhand kauft, viel Wasser und verhält sich folglich umweltbewusst und nachhaltig. Möglich ist dies unter anderem im Diakonieladen in Neuenstadt (hier darf jeder einkaufen), Öhringer Straße 2 oder auch in vielen anderen Kleiderkammern in der Region.

Geld sparen und Umwelt schonen ergänzen sich. Arm und Reich begegnen einander in den Diakonieläden, so gelingt ein soziales und umweltfreundliches Miteinander.

Fastenbrief III - Regionales und saisonales Obst und Gemüse spart Energie und Kosten (und schmeckt am besten!)

Die Tafeln sammeln „überschüssige“, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel, und geben diese zu sehr günstigen Preisen an Bedürftige weiter. Auf diese Weise werden Lebensmittel, die sonst einfach vernichtet würden, „gerettet“. Das hilft der Umwelt, denn die Herstellung der Lebensmittel verbraucht Ressourcen, die sollen nicht einfach vergeudet werden.

Durch den Einkauf in Tafelläden können Menschen mit geringem Einkommen Geld sparen, das ihnen an anderer Stelle (z. B. bei den hohen Wohnkosten) dringend fehlt.

In den vergangenen Jahren haben auch immer wieder Menschen mit großen Gärten von ihrem Überfluss abgegeben, wenn sie eine gute Ernte hatten. So erhielten wir z.B. im vergangenen Jahr Pflaumen und Zucchini direkt vom Garten in den Tafelladen Weinsberg gebracht – erntefrisch, biologisch hochwertig und absolut lecker! Herzlichen Dank dafür!

Wer von seinem Überfluss abgibt merkt, dass Geben viel Freude machen kann. Die Diakonischen Bezirksstellen Weinsberg und Neuenstadt beraten und unterstützen, wie Menschen anderen Menschen helfen können, sodass Hilfe auch dort ankommt, wo sie am nötigsten gebraucht wird.

Fastenbrief IV - Gebrauchte Sachen kaufen – gebrauchte Sachen abgeben

Die Tafeln sammeln „überschüssige“, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel, und geben diese zu sehr günstigen Preisen an Bedürftige weiter. Auf diese Weise werden Lebensmittel, die sonst einfach vernichtet würden, „gerettet“. Das hilft der Umwelt, denn die Herstellung der Lebensmittel verbraucht Ressourcen, die sollen nicht einfach vergeudet werden.

Durch den Einkauf in Tafelläden können Menschen mit geringem Einkommen Geld sparen, das ihnen an anderer Stelle (z. B. bei den hohen Wohnkosten) dringend fehlt.

In den vergangenen Jahren haben auch immer wieder Menschen mit großen Gärten von ihrem Überfluss abgegeben, wenn sie eine gute Ernte hatten. So erhielten wir z.B. im vergangenen Jahr Pflaumen und Zucchini direkt vom Garten in den Tafelladen Weinsberg gebracht – erntefrisch, biologisch hochwertig und absolut lecker! Herzlichen Dank dafür!

Wer von seinem Überfluss abgibt merkt, dass Geben viel Freude machen kann. Die Diakonischen Bezirksstellen Weinsberg und Neuenstadt beraten und unterstützen, wie Menschen anderen Menschen helfen können, sodass Hilfe auch dort ankommt, wo sie am nötigsten gebraucht wird.

Fastenbrief V - Umweltbewusste Freizeitgestaltung

Flugreisen in den Urlaub sind vermeintlicher Standard, ohne den es nicht mehr zu gehen scheint. Flugreisen verursachen jedoch eine sehr hohe CO2-(Treibhausgas)-Emission.

Wer seinen Urlaub klimafreundlicher verbringen möchte, findet bereits in der Nähe eine wundervolle Natur, die mit Bahn, S-Bahn oder Bus zu erreichen ist. Der Landkreis Heilbronn hat seine Naherholungsgebiete gut erschlossen und bekannt gemacht. Gut ausgewiesene und gepflegte Wanderwege laden ein, in der Natur frische Luft zu tanken und den Alltagsstress hinter sich zu lassen.

Das Waldnetzwerk(www.waldnetzwerk.net/) im Landkreises Heilbronn lädt regelmäßig zu unterschiedlichen Aktionen in der Natur ein (teilweise auch ohne Teilnahmegebühren), die Touristikgemeinschaft Heilbronner Land (www.heilbronnerland.de/de) gibt viele Freizeittipps und hat ein breit gefächertes Angebot – da ist für jede Neigung etwas zu finden!

Menschen mit nachweislich geringem Einkommen (Wohngeldbescheid, Kinderzuschlag, Tafelausweis) erhalten auf Anfrage einen Zuschuss zu Veranstaltungen des Waldnetzwerkes. Infos bei: Diakonische Bezirksstelle Neuenstadt 07139 7018.

Fastenbrief VI - Strom sparen schont die Umwelt

Ein Waschgang bei 60 Grad kostet mit einer handelsüblichen Waschmaschine über den Daumen gepeilt 30 Cent an Strom. Wer nur bei 30 Grad wäscht oder eine sehr energieeffiziente Maschine (z.B. Effizienzklasse A++ oder besser) besitzt, kann an dieser Stelle einiges sparen.

Die Anschaffung sparsamer Haushaltsgeräte ist allerdings für Menschen mit geringem Einkommen (z.B. ALG II - Bezug) kaum zu realisieren. Die Folgen sind häufig hohe Stromrechnungen, welche die oft angespannte Finanzlage der Betroffenen weiter verschärft. Der vorgesehene Betrag für Haushaltsenergie vom Jobcenter ist knapp bemessen und wird in pauschaler Höhe gewährt.

Damit es einen Ausweg aus diesem Teufelskreis der Energiearmut gibt, unterstützen die Diakonischen Bezirksstellen einkommensarme Menschen bei der Finanzierung energieeffizienter Geräte, denn diese schonen Umwelt und Geldbeutel. Gerne können Sie hierbei betroffene Menschen und die Diakonie durch Ihre Spenden (Verwendungszweck: Energiesparende Haushaltsgeräte) unterstützen.

Unser Spendenkonto finden Sie hier.


Fastenbrief VII - Ideen für Aktionen für den Umweltschutz

Umwelt schützen ist nicht schwer, aber es braucht ein wenig eigene Energie, um umweltfreundlich zu handeln.

  • So ist z. B. das Kochen mit frischen, regionalen und saisonalen Zutaten anstrengender als ein Fertigprodukt aus der Tiefkühltruhe zu nehmen – dafür schmeckt aber selbst Gekochtes auch besser und ist gesünder.
  • Mit dem Fahrrad fahren ist anstrengender als mit dem Auto – dafür hält Bewegung fit und gesund.
  • Müll in der Landschaft einsammeln ist anstrengender, als Müll liegen zu lassen oder gar achtlos weg zu werfen – aber eine intakte Umwelt ist unsere Lebensgrundlage.

Dies sind nur drei Beispiele, bestimmt haben Sie noch viele weitere Ideen! Für alle Aktionen gilt aber: Gemeinsam und in Gesellschaft macht es richtig Spaß!

Nehmen Sie sich doch an den freien Tagen um die Osterfeiertage ein wenig Zeit für sich, für andere und für die Umwelt:

Machen Sie eine Fahrradtour mit Freunden oder mit der Familie, sammeln Sie dabei Müll aus der Landschaft und krönen Sie den Tag zum Abschluss mit einer selbst zubereiteten Mahlzeit. Sie werden sehen: Umweltschutz bringt Freude und macht zufrieden.