Jahresbericht - Rückblick auf 2017

JaPas – die Jagsttalpaten - Ehrenamtliche begleiten Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Die Jagsttalpaten - kurz JaPas - sind ein Familienpatenprojekt der Diakonie, bei dem die ehrenamtlich tätigen Jagsttalpaten Familien und hilfebedürftige Menschen in unserer Region unterstützen und begleiten. Nachfolgend der Tätigkeitsbericht des Projektes, das bei der Kreisdiakonie Heilbronn angesiedelt ist:

 

Ein paar JaPas-Stimmen aus 2017:

Helfen macht Freude:

„Ich gebe A. keine Ratschläge, sondern unternehme einfach regelmäßig etwas mit ihr, ihren und meinen Kindern. Sie lernt einfach, indem sie beobachtet, wie ich es mache. Sie ist schon deutlich konsequenter und klarer im Umgang mit ihren Kindern geworden und das tut allen spürbar gut. “

„Die Kinder von K. reden immer noch mit glänzenden Augen von unserem Besuch des Weihnachtszirkuses. Sie erleben wenig und da sind das Edelsteinmomente, von denen sie ganz lange zehren.“

„Wenn ich M. besuche, spüre ich ihre aufrechte Freude. Sie hat kaum Kontakte und ich bin ein Lichtblick in ihrem Leben. Ich fühle mich selten so willkommen. “

Aushalten kann schwer sein

„ A. hat von Kind an Schlimmes erlebt. Sie konnte keine innere Struktur bilden und vieles, was für andere selbstverständlich ist, fällt ihr schwer. Ich habe gelernt, nicht jede ihrer Gefühlsachterbahnen mitzumachen und eher für Beruhigung zu sorgen. Ich nehme sie einfach an wie sie ist, das tut ihr gut. Ich lerne andere Lebenswelten kennen und urteile nicht mehr so schnell“.

„Schlimm, wie manche Kinder aufwachsen, wenn es in den Familien so wenig Ressourcen gibt. Kein Geld, keine Bildung und die Eltern haben die Kinder wenig im Blick, weil sie immer mit existenziellen Sorgen beschäftig sind.

„J. war in seiner Heimat wohlhabend und angesehen. Nun hat er alles verloren und seine Familie ist auseinandergerissen. Er hat oft Heimweh und so viele Sorgen, dass er nachts nicht schlafen kann. Ich habe mir nie klar gemacht, wie schwer es ist, seine Heimat zu verlieren.“

Keine Mauern, sondern Brücken

Die JaPas bauen Brücken über unterschiedliche Religionen, Kulturen und Sprachbarrieren, unterschiedliche soziale Schichten, unterschiedlichste Erlebens- und Sichtweisen hinweg.

Am Ende findet sich immer mehr Gemeinsames als Trennendes. Denn die menschlichen Bedürfnisse und Grundthemen sind überall gleich.

JaPas in Zahlen

Die JaPas haben in 2017 insgesamt dreiunddreißig Familien bzw. Einzelpersonen in schwierigen Lebenssituationen begleitet: zwölf Einzelpersonen, elf Alleinerziehende und zehn Familien. 40 % der Hilfesuchenden hatten Migrationshintergrund. Dreiundvierzig Kinder waren mitbetroffen.

 

Ein Danke:

                    den hilfesuchenden Einzelpersonen und Familien  dafür, dass wir wieder ein Stück Weg gemeinsam gehen und miteinander lernen und wachsen konnten.

                    den ehrenamtlichen Frauen und Männern (JaPas) für ihr wertvolles Engagement

                    allen Kooperationspartnern für die konstruktive Zusammenarbeit.

                    Den Kiwanis Möckmühl für die wichtige Unterstützung in Einzelfällen.

                    der Arnfried und Hannelore Meyer-Stiftung, ohne deren wohlwollende Unterstützung dieses Projekt nicht möglich wäre.

Angela Tatti – hauptamtliche Projektkoordinatorin bei der Kreisdiakonie Heilbronn

 

Paten gesucht:

Es erwartet Sie eine interessante Aufgabe sowie eine herzliche Aufnahme in einer unserer Gruppen. Mitbringen müssen Sie nur Offenheit sowie etwas Zeit, die Sie einsetzen möchten. Wenn Sie sich unserem Projekt anschließen und ehrenamtlich tätig werden möchten, freuen wir uns über Ihren Anruf unter 06298-9281-58