Grundsätze unserer Arbeit

  1. Die von Gott geschenkte Würde und Einzigartigkeit jedes Menschen wird von uns geachtet und geschützt.
  2. Sozial benachteiligten und ausgegrenzten Menschen gilt unser aktives Interesse.
  3. Unsere diakonische Arbeit orientiert sich im Interesse der Rat und Hilfe suchenden Menschen an den Erfordernissen des Gemeinwesens und der Kirchengemeinden.
  4. Wir übernehmen sozialpolitische Verantwortung und machen in angemessener Weise auf Ursachen von Notständen aufmerksam.
  5. Wir organisieren unsere Dienste innerhalb des Landkreises dezentral.
  6. Wir reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen und passen unsere Leistungen den jeweiligen Erfordernissen an.
  7. Wir fördern die berufliche Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und geben ihnen die für ihre Tätigkeit erforderlichen Befugnisse.
  8. Unser Handeln wird durch eine verlässliche und transparente Informations- und Kommunikationsstruktur unterstützt

Geschichte

Millionen Flüchtlinge und Vertriebene, Ausgebombte und Obdachlose, Hunderttausende von Hunger bedrohte Kinder und Alte, Tausende von unversorgten Kranken - das war die Situation in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg.
Angesichts dieser Nachkriegsnot hat D. Theophil Wurm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Landesbischof der Evangelischen Kirche in Württemberg, zur Gründung des Evangelischen Hilfswerkes aufgerufen.
"In einer Stunde der Not, wie sie unser Volk im Laufe seiner Geschichte bisher noch nicht erlebt hat, rufe ich im Namen des kirchlichen Einigungswerks die ganze evangelische Christenheit in Deutschland auf, dieser Not im Glauben zu begegnen."
(Aus dem Aufruf zur Gründung des Evangelischen. Hilfswerkes vom 1. August 1945)
In den Kirchenbezirken der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurden Hilfswerksstellen eingerichtet, mit denen die Arbeit der Diakonischen Bezirksstellen begann. Ihre Aufgabe war:

  • Gerechte Verteilung von Spenden und Hilfsgütern von ausländischen Hilfsorganisationen
  • Sammeln von Naturalien in ländlichen Gemeinden, um der städtischen Bevölkerung zu helfen
  • Aufbau von Altenheimen, gemeinnützigen Siedlungswerken, Flüchtlingsheimen
  • Erholungsmaßnahmen für Kinder